Auch die Freiwillige Feuerwehr Lalling hat sich in diesem Jahr wieder an der Aktion „Ferienprogramm“ der Gemeinde beteiligt. Es lag wohl am schönen Wetter, dass nur knapp 20 Kinder zum Programm erschienen sind, aber alle Kinder freuten sich über den interessanten und unterhaltsamen Nachmittag am Lallinger Feuerwehrhaus. Die Kommandanten Ludwig Jacob, Jan Heindl und Benni Lemberger sorgten mit zahlreichen Helfern auch aus der Jugendfeuerwehr für ein interessantes Programm.

Da staunten die Ferienprogramm-Teilnehmer nicht schlecht: Die Lallinger Feuerwehr führte vor, was passiert, wenn man einen brennenden Topf mit Fett versucht mit Wasser zu löschen. Wenn man sich die meterhohe Stichflamme in einer Küche vorstellt, kann das tödlich enden. Einfach Deckel auf den Topf löscht das Feuer auch!
Erstaunt waren die Teilnehmer über die Vielfalt der Ausrüstungsgegenstände, die in den Fahrzeugen verladen sind, um in jeglichen Notfällen den Bürgern zu Hilfe eilen zu können. Auch die Rundfahrten mit den Feuerwehrautos durften natürlich nicht fehlen und wurden begeistert angenommen. Für angenehme Abkühlung sorgte der Wettbewerb „Zielspritzen mit der Kübelspritze“, wenn der Wasserstrahl „zufällig“ auch den Konkurrenten traf. Auch die Handhabung eines „richtigen Strahlrohres“ sorgte für die eine oder andere Abkühlung, als man sich beim „Feuerlöschen“ übte.
Die Demonstration einer Fettexplosion rief dann auch bei manchen Betreuern großes Erstaunen hervor: Wenn man versucht, brennendes Fett mit Wasser zu löschen, gibt das eine mehrere Meter hohe Stichflamme, die im Ernstfall in einer Küche zu schwersten Verletzungen führen würde. Legt man einfach einen Deckel auf die Pfanne, ist die Flamme aus, weil ihr der Sauerstoff entzogen wird. Trotz gehörigem Abstand überraschte auch die Wärmestrahlung der entstandenen Stichflamme. Die Atemschutzträger der Feuerwehren üben auch in Räumen, die mit Nebelmaschinen so verraucht sind, dass man die Hand vor den Augen nicht mehr sieht. Es erstaunte die Kinder, dass man mit Wärmebildkameras trotzdem durch den Rauch sehen und evtl. Verletzte auffinden kann.
Dankbar angenommen wurde auch die abschließende Brotzeit mit Würstlsemmeln und Freigetränken. Viele der Teilnehmer sagten zu, später auch einmal aktiv bei der Feuerwehr sein zu wollen. Die Lallinger Kinderfeuerwehr (ab sechs Jahren) und die Jugendfeuerwehr (ab zwölf) laden bereits jetzt dazu ein. Näheres gibt es auch auf der Homepage zu lesen: www.ffw-lalling.de.

Organisatoren, Betreuer und die Kinder, die beim Ferienprogramm der Lallinger Feuerwehr mitmachten vor dem großen Löschfahrzeug, dessen Ausrüstung natürlich auch erklärt wurde.
Text und Fotos: Bernhard Süß