Reger Besucherandrang in den renovierten Räumlichkeiten samt Zehentstadel

Das wohl größte Projekt der Gemeinde Lalling zur Umgestaltung der Dorfmitte, einschließlich Renovierung und Umgestaltung des Gasthauses „zur Post“ samt Zehentstadel steht kurz vor dem Abschluss. Bei einem „Tag der offenen Tür“ konnten sich zahlreiche Besucher davon überzeugen, dass die investierten Finanzmittel gut angelegt wurden: Die Dorfmitte von Lalling erstrahlt in neuem Glanz, von der über zwei Jahre dauernden Baustelle sind nur noch Spuren zu sehen, der Zehentstadel ist nicht mehr wieder zu erkennen und das Gasthaus zur Post wartet frisch renoviert auf Wirtshaus- und Übernachtungsgäste. Die Eröffnung des Gasthauses erfolgt voraussichtlich noch im Mai dieses Jahres, der genaue Termin wird noch rechtzeitig bekannt gegeben. Das diesjährige Lallinger Mostfest wird am letzten Maiwochenende auf alle Fälle bereits im neuen Zehentstadel abgehalten.

Bürgermeister Michael Reitberger freute sich, bei der Eröffnung des „Tags der offenen Tür“ über 100 Besucher im neuen Zehentstadel begrüßen zu können. Sein besonderer Gruß galt dabei MdL Bernd Sibler, Architekt Walter Aidenberger, vielen Bürgermeisterkollegen aus dem Landkreis, Altbürgermeister Josef Streicher, Pfarrer Philipp Höppler, den Bürgermedaillenträgern Gerard Lallinger, Max Duschl und Lothar Brucker, Hans und Elisabeth Dollmaier sowie den Mitgliedern des Lallinger Gemeinderates.

Der Kauf des früheren Dollmaier-Anwesens war unter den Gemeinderäten und auch in der Bevölkerung kein unumstrittenes Projekt, wie der Bürgermeister feststellte. „Das Ergebnis lässt sich jedoch sehen“, dankte Reitberger den Gemeinderäten für die Unterstützung und seinem Vorgänger Josef Streicher für die Initiative: Nach über einem Jahr Planung und zweieinhalb Jahren Bauzeit lieferten 40 Firmen ein respektables Ergebnis ab. Architekt Walter Aidenberger gelang es, die nicht unkomplizierten Bauarbeiten trotz vieler unerwarteter Probleme zu einem guten Abschluss zu bringen.  Dankesworte gingen auch an Maria Schiederer und Barbara Kral von der Regierung von Niederbayern, die aus Mitteln der Städtebauförderung  die Gesamtmaßnahme unterstützte. „Ohne diesen Zuschuss wäre die Realisierung des Vorhabens finanziell nicht zu stemmen gewesen“ stellte der Lallinger Bürgermeister fest. Der Sack voll Papiergeld aus Zeiten der Währungsreform, der bei den Abrissarbeiten gefunden wurde, konnte die Finanzierung des Vorhabens leider nicht unterstützen.

Bereits im letzten Jahr kristallisierte sich eine wesentliche Änderung in der Verkehrsführung durch die Ortschaft heraus: Die Planung vom Büro Josef Garnhartner für eine Vorfahrtsänderung bei der Zehentstadel- und der Raiffeisenkreuzung wurde realisiert, womit die gefahrenen Geschwindigkeiten bis hin zum Kindergartenbereich reduziert werden konnten. Die 90 neu angelegten Parkplätze stehen nicht nur dem Gasthaus zur Verfügung, sondern auch für umliegende Betriebe oder größere Veranstaltungen.

Das neu renovierte „Gasthaus zur Post“ hat nun mit 18 Betten auch Platz für Übernachtungsmöglichkeiten, die noch erweiterbar sind, einen abtrennbaren Bürgersaal mit bis zu 300 Personen, den Zehentstadel mit bis zu 150 Personen und einen Biergarten. Die Gemeindebücherei ist bereits in den Nebenbau des Zehentstadels eingezogen, die Tourist-Info hat in den früheren Räumen der Metzgerei eine neue Heimat gefunden. Die „Winkler Schützen“ können sich über die neuen Schießstände im Kellergeschoß samt künftigem Vereinsheim freuen.

Landtagsabgeordneter Bernd Sibler gratulierte zum fast abgeschlossenen Projekt, das den Grundsatz „mehr Leben in die Dörfer“ realisiere. Hierfür wurden neben den Eigenmitteln der Gemeinde auch viele öffentlichen Gelder gut investiert. Er dankte sowohl dem Bürgermeister-Vorgänger Josef Streicher für die entsprechende Weichenstellung als auch dem amtierenden Bürgermeister für die Realisierung des Projektes.

Bürgermeister Reitberger dankte abschließend der Löwenbrauerei Passau, den Firmen Coca Cola und Gerolsteiner, der Bäckerei Nothdurft und der Metzgerei Beer für die kostenlose Verpflegung der Besucher beim Tag der offenen Tür. Dadurch wurde ermöglicht, dass die freiwillig hierfür abgegebenen Spenden der Ukrainehilfe zu Gute kommen. Pfarrgemeinderatsvorsitzender Alexander Barth übermittelt die Spende in Zusammenarbeit mit dem Frauenbund und dem Pfarrgemeinderat an das seit Jahren existierende „Christliche Hilfswerk Hoffnungsbringer Deggendorf (CHHD), das die Gelder direkt zur Linderung der Not in die Kriegsgebiete weiter leitet.

Bernhard Süß

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