Das bisschen Regen kann den Winklern nichts anhaben: Vor der Kulisse des Lallinger Feng-Shui-Kurparks fand am vorletzten Novemberwochenende der zweite Wichtelmarkt statt. Gäste aus Nah und Fern genossen trotz der Witterung den Lallinger Budenzauber.

Nach lautstarker Eröffnung durch die Winkler Böllerschützen bummelten zahlreiche Gäste durch den Markt. Es gab unendlich viel zu sehen und zu bestaunen. Zauber- und Weihnachtswesen und natürlich Wichtel aus Naturmaterialien, liebevoll präsentiert. Fein bearbeitete Dekorationen, Getöpfertes, Handarbeiten aus Wolle, Selbstgenähtes, adventliche Holzdekorationen, Schmuck und vieles mehr inspirierten. Daneben bot Imker Süß seine Honigspezialitäten und die Unternehmensgruppe Dr. Mirski stellte das neue Seniorenheim St. Stephanus vor und bewirtete u.a. mit einem ausgefallenen „Gin-Glühwein“.

Wer gut Essen und Trinken wollte war auf dem Markt ebenfalls richtig und wurde von den örtlichen Vereinen mit viel Engagement ausnehmend gut verköstigt. Die Auswahl war groß. Der Erholungsflächenverein hatte Rehragout und Hexenschnitten (Pizza) vorbereitet, der Sportverein Bratwürstel in der Semmel, leckere „Wichtel-Dürüm“ – auch vegetarisch – gabs beim Tennisclub, warme Wintersuppen beim WSV und die FFW kredenzte Sengzelten frisch aus dem Holzofen. Der Kaffee- und Kuchenverkauf war eine Gemeinschaftsaktion des Fördervereins und des Elternbeirats der Grundschule sowie des Elternbeirats des Kindergartens. Die Besucher konnten sich an mehreren Ständen mit Glühwein und Kinderpunsch wärmen, der CSU-Ortsverband hatte besonderen Apfelglühwein und Apfelpunsch (mit Schuss) im Angebot. Abends übernahmen die SV-Barkeeper bei guter Stimmung an der Wichtel-Bar.

Für die Kinder war neben dem liebevoll gestalteten „Wichtelwald“ mit Feen und Rehen ein tolles Programm im Wichtelzelt geboten. Angelika Stoiber mit Tochter Sandra bastelten mit den Kindern lustige Klopapierschneemänner, Mostkönigin Lisa I. gab sich die Ehre, Buchautor Jürgen M. Moch stellte seine Bücher vor, der Deggendorfer Mythenforscher Jakob Wünsch erzählte aus seinem Sagenschatz und Erika Eder spielte ein Wichteltheater. Zwischendurch konnten sich die Besucher beim Blasrohrschießen der Winklerschützen beweisen. Für den kleinen Hunger zwischendurch wurden mit Unterstützung der Mitglieder des Partnerschaftsvereins Lalling/Rémy am Lagerfeuerplatz leckere Stockbrote gebacken. Abschließend wurde beim Laternenzug der Wichtel gesucht und auch das Wichtel-Quiz gelöst.

Was den Lallinger Wichtelmarkt so besonders macht, ist u. a. die besondere Atmosphäre im Kurpark und auch, dass man durch die Weitläufigkeit kein dichtes Gedränge, wie sonst auf Märkten üblich, hinnehmen muss. Alle vierundzwanzig Buden waren lichtergeschmückt und abends war der Kurparksee mit dutzenden Kerzen zusätzlich beleuchtet. Dieses besondere Ambiente, bezaubernd und romantisch zugleich war erneut ein wahrer Augenschmaus, den die Besucher genossen.

Als Veranstalter zeichnet die Gemeinde Lalling, wobei die Hauptorganisation der Tourismuschefin Christina Fuchs obliegt. Sie ist der Meinung: „Das Gesamtkonzept mit ausgesuchten Anbietern, der Zusammenarbeit mit den Vereinen (der Erlös geht an die beteiligten Vereine) und das Rahmenprogramm im Wichtelzelt passen einfach.“ Bürgermeister Michael Reitberger, der selber mit anpackte, u. a. noch Hackschnitzel für die Wege besorgte (damit die Besucher möglichst saubere Schuhe behielten!), war ebenso begeistert, dass der Besucherstrom trotz des ständig einsetzenden Regens nicht abriss.

Ein herzlicher Dank geht hier an die vielen ehrenamtlichen Helfer, die fleißigen Kuchenbäcker, an die Leute, die selbstlos Strohballen, Feuertonnen, Feuerschalen, Kerzen und Feuerholz zur Verfügung stellen. Danke auch an Pächter Salvatore, der half, wo Hilfe benötigt wurde.

Und ein ganz besonderer Dank geht an unsere kreative und engagierte Tourismus-Chefin Christina Fuchs, unseren Strom-Chef Sepp Freund, der sich rund um die Uhr darum kümmerte, dass die Kessel dampften und an den Lallinger Bauhof, ohne derer tollen Arbeitseinsatz dieser Wichtelmarkt undenkbar wäre.

Text / Fotos: Christina Fuchs + Isabell Obermayer