Neujahrsfeier des VDK Lalling – Hunding

Hunding. Im Mittelpunkt der Neujahrsfeier des VdK-Ortsverbandes Lalling-Hunding im Gasthaus „Zum Goldberg“ standen die Ehrungen langjähriger Mitglieder. Ausgezeichnet wurden für zehnjährige Vereinstreue Emma Kölbl, Ferdinand Höbler, Rudolf Steckel und Josef Straßer, für 20 Jahre Irmgard Gotzler, Lydia Oswald, Hildegard Reitberger, Therese Stangl, Rudolf Eder, Alfons Eiber, Dieter Ottl, Helmut Joram, Lothar Stangl, Peter Kofler und Michael Weiß. Seit 50 Jahren hält Erwin Hain dem VdK die Treue.

Offizielle und Geehrte bei der Neujahrsfeier

In seinem Referat ging VdK-Kreisvorsitzender Oliver Antretter auf die im Umbruch befindliche Welt mit fast 70 Millionen Flüchtlingen und den Vormarsch von Populisten und Rechten ein. Zum VdK stellte er fest, dass der Verband in Bayern fast 700.000 Mitglieder hat. Viele Menschen treten dem VdK bei, da sie den größten Sozialverband hierzulande als ihren Interessenvertreter sehen. Sie fühlen sich bei den Ortsverbänden gut aufgehoben. Die VdK-Kreisgeschäftsstelle Deggendorf führte im letzten Jahr 7.400 Beratungen durch, stellte 1.435 Anträge und bearbeitete 355 Widersprüche. Dadurch konnten über eine Million Euro an Nachzahlungen erreicht werden. Antreter dankte mit Mitarbeiterteam sowie den Spendern und Sammlern der Aktion „Helft Wunden heilen“. Als wichtige, von der Politik zu bearbeitende Probleme bezeichnete der Referent den Hausarztmangel und damit die medizinische Versorgung auf dem Land sowie die Altersarmut alleinstehender Frauen. Als positive Entwicklung seien die Mütterrente II und das Landespflegegeld zu nennen. Heuer gebe es Verbesserungen bei der Erwerbsminderungsrente, beim Mindestlohn und bei der Arbeitslosenversicherung. Weitere Punkte seines Referats waren die Pflege, eine Renten-Kampagne, die Erhöhung des Kindergeldes, die Planung für eine Grundrente und die Beteiligung der Kinder an Pflegekosten der Eltern.

Hunding`s 2. Bürgermeister Max Drexler stellte fest, der VdK sei sicherlich der wichtigste Sozialverband und könne deshalb großen Druck zur Durchsetzung sozialpolitscher Forderungen ausüben. Auch Drexler befasste sich ausführlich mit der Rentenproblematik. Vielen reiche die Rente zum Lebensunterhalt nicht mehr aus, es gebe eine Versorgungslücke. Zur Herstellung eines stabilen Rentenniveaus wird es notwendig sein, dass in Zukunft alle in die Rentenkasse einzahlen, ein Schritt, der für den VdK eine Herausforderung wird. Wünschenswert wäre die Abschaffung der Zweiklassenmedizin. Bei einer zunehmend älter werdenden Bevölkerung stellte sich die Frage, wie die Pflege künftig aussehen und welchen Standard sie haben soll. Er sehe dafür dringenden Handlungsbedarf der Politik, Lösungen zu suchen. In die Gesamtbetrachtung gehöre auch die Regelung bei häuslicher Pflege.

Für den terminlich verhinderten Pfarrer Philipp Höppler sprach Pastoralreferent Torsten Maier ein Grußwort. Unter Bezugnahme auf eine Aussage des amerikanischen Finanzinvestors Warren Buffet stellte er die Bedeutung des VdK für die Bedürftigen heraus. Wichtig sei die Bündelung der Kräfte von kirchlichen und weltlichen Gruppierungen im Einsatz für Schwache und Hilfsbedürftige.

Lalling`s 2. Bürgermeister Michael Reitberger trug eine Geschichte von einer aus dem Lallinger Winkel stammenden Autorin vor. Er dankte allen, die sich haupt- und ehrenamtlich für den VdK engagieren. Stellvertretend gedankt wurde von allen Rednern dem VdK-Ortsvorsitzenden Siegfried Heigl. vgl

Text und Foto: Schröck

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