Gemeinderatsitzung Lalling

Wie geht es weiter mit dem ehemaligen Dollmaier-Anwesen? Diese Frage stand im Mittelpunkt der jüngsten Sitzung des Gemeinderates. Der von der Gemeinde beauftragte Architekt Walter Aidenberger teilte mit, dass die Qualität des Objekts gut sei. Erforderlich ist aber eine grundsätzliche Bestandsaufnahme. Größere Schäden liegen nicht vor. Erforderlich ist eine Modernisierung, insbesondere in energetischer Hinsicht. Das Entwässerungssystem und die Heizung sollten geprüft, das Wasserleitungsnetz muss komplett erneuert werden. Festgestellt wurden eine Glasfaserdämmung sowie altlastenverdächtige Anstriche. Eingriffe in die tragende Substanz sind bei den vorgesehenen Nutzungen wie Gasthaus, Gemeindebücherei, Tourist-Info, Saal und Zehentstadel nicht notwendig. Der Saal ist in mehrere Abschnitte teilbar. Im Obergeschoss und im Dachstuhlbereich wären Fremdenzimmer möglich. Zusätzlich zur Objektplanung sind Fachplaner für Statik, Brandschutz, Elektro, Heinzung, Lüftung und Sanitär notwendig. Bevor in die Objektplanung eingestiegen wird, muss der Gemeinderat die künftigen Nutzungsarten festlegen. Wenn das Nutzungskonzept grundsätzlich feststeht, kann eine Kostenberechnung erstellt werden. Das Konzept des Gemeinderates sollte bald mit der Regierung abgestimmt werden, damit nach Möglichkeit noch heuer eine Förderung bewilligt werden kann. Bürgermeister Josef Streicher informierte die Räte über Gespräche mit einem Interessenten für die Gastwirtschaft. Eine Entscheidung gibt es noch nicht. Unterrichtet wurde der Gemeinderat auch über die Fördermöglichkeiten bei den Programmen „Soziale Stadt“ und „Innenverdichtung“. Für die Gebäudeteile, die öffentlichen Zwecken dienen, kann der Zuschuss aus der Städtebauförderung 60 Prozent betragen. Einen Aufschlag von 20 Prozent gibt es aus dem Programm „Innenverdichtung“. Der dafür notwendige Grundsatzbeschluss wurde bereits gefasst. Der Gemeinderat erklärte sein Einverständnis mit der weiteren Vorgehensweise.

Zugestimmt wurde den Bauanträgen von Stefan und Christina Apfelbeck zum Bau eines Einfamilienhauses mit Doppelgarage in Ranzing, von Johann und Ingrid Hüttinger zum Anbau eines Carport an eine Garage sowie Errichtung eines darüber liegenden Yogaraums in Woiding, von Günter Neuhaus und Bettina Weraneck zum Bau eines Einfamilienhauses mit Einliegerwohnung mit Doppelgarage in Urding sowie des TC Lallinger Winkels zum Ausbau des Dachgeschosses des Vereinsheimes, Einbau einer Sauna und Anbau einer Außentreppe.

Der Schulverband will den Unterhalt der Schulsportanlage reduzieren, da die Grundschule einen wesentlich geringeren Nutzungsbedarf für die Anlage hat. Dies war der Auslöser für eine Debatte über die jährliche Zahlung an den Sportverein. Gemeinderat Rudolf Cruchten hält den Jahresbetrag von 7 000 Euro für zu hoch. Dafür gibt einen Grundsatzbeschluss aus dem Jahre 2005, basierend auf einer Kostenaufstellung. Bürgermeister Josef Streicher verwies auf die freie Zugänglichkeit der Anlage, die Jugendarbeit des Vereins. Die 2005 ermittelten Kosten haben sich seitdem auch nicht verringert. Sportvereinsvorsitzender Markus Heining stellte fest dass die finanzielle Beteiligung der Gemeinde ausschließlich für Pflegearbeiten verwendet wird. Auf Vorschlag des Gemeindechefs wird die bisherige Zahlung an den Sportverein beibehalten.

Sonstiges
Gemeinderat Cruchten sprach sich für den Bau eines weiteren Forstweges aus. Nach Mitteilung des Bürgermeisters habe er eine mögliche Trasse für einen Forstwirtschaftsweg bei Kaussing bereits mit drei Förstern begangen. Wegen des mehrfachen Wechsels des zuständigen Förster in Schöllnach wurde bisher nichts aus dem Projekt. Sobald der nächste Förster die Stelle in Schöllnach dauerhaft erhält, werde er eine erneute Begehung anregen. Ein weiterer Antrag von Rudolf Cruchten betraf die Sanierung der Straßen im Baugebiet Jägerhölzl. Nach Aussage des Gemeindechefs wurde bereits eine Kanalbefahrung durchgeführt. Die Einteilung der festgestellten Schäden in Schadensklassen steht noch aus. Erst danach ist über Sanierungsmaßnahmen zu entscheiden und die nach Notwendigkeit durchzuführen. Die Gemeinde wartet außerdem noch auf eine Entscheidung der Staatsregierung, welche Förderung die Gemeinde bei Sanierung von Ortsstraßen nach Wegfall der Straßenausbaubeiträge erhält. Mit der ebenfalls beantragten Erstellung einer Prioritätenliste für die Sanierung von Gemeindestraßen wird der VG-Techniker beauftragt.

Der Ausweisung einer Tempo-30-Zone im Bereich der Kindergartenzufahrt entlang der Hauptstraße unter Berücksichtigung der Kindergartenöffnungszeiten steht der Gemeinderat positiv gegenüber. Ob das möglich ist, muss eine Verkehrsschau klären. Gleiches gilt für eine Änderung der Vorfahrt für die Kreisstraße DEG 23 bei der Einfahrt von der Ranzingerbergstraße in die Hauptstraße.

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