Gemeinderatsitzung Lalling

In der jüngsten Sitzung lehnte der Gemeinderat eine Änderung des Bebauungsplanes „Ranzing-Nord“ ab. In einer früheren Sitzung hatte der Gemeinderat einem Bauantrag für ein Wohnhaus zugestimmt, dass die im Bebauungsplan festgesetzte mittlere Wandhöhe um 13 Zentimeter und zudem die festgelegte Zahl der Vollgeschosse überschreiten würde. Die Räte hielten die Überschreitungen speziell bei dieser Bauparzelle für vorstellbar. Das Landratsamt ist allerdings der Meinung, dass durch die Überschreitung der zulässigen Vollgeschosszahl die Grundzüge der Planung berührt werden, lehnt eine Befreiung von den Bebauungsplanfestsetzungen ab und hält eine Bebauungsplanänderung für erforderlich. Die würde sich auf das gesamte Baugebiet beziehen. Die bisherigen Bauherren könnten sich deshalb beeinträchtigt fühlen, stellten die Räte fest. Außerdem wären die Auswirkungen auf die noch nicht bebauten Bauparzellen nicht absehbar.

Zugestimmt wurde dem Baugesuch von Volker Thum zum Umbau einer Ferienwohnung zu Hotelzimmern in Ranzingerberg.

Die Abwägung der Nachbargemeinde Hunding für die Ausweisungen eines Sondergebietes „Großflächiger Lebensmitteleinzelhandel Rohrstetten“ nahmen die Räte zur Kenntnis. Bürgermeister Josef Streicher sprach von Halbwahrheiten bei der Information der Öffentlichkeit. Nach der Änderung des Landesentwicklungsprogramms kann zwar jede Gemeinde einen großflächigen Lebensmitteleinzelhandel planen. Es gelte aber nach wie vor das Anbindegebot, wonach nur in oder an einem Hauptort geplant werden darf. Letztendlich bliebe gegen die neue Planung der Nachbargemeinde nur eine erneute Klage. Der Gemeinderat war der Meinung, dass weitere Schritte nicht unternommen werden.

Ein weiterer Problemfall mit der Nachbargemeinde ist das Baugebiet „Panholling-Süd II“. Der Bürgermeister stellte unter Bezugnahme auf die Berichterstattung über die Hundinger Bürgerversammlung klar, dass die Gemeinde Lalling eine Durchgangsstraße durch Hundinger Gebiet bis zur Kreisstraße DEG 23 wollte. Die Trassenführung wurde von den Hundingern aber abgelehnt. Die gewünschte, weiter nördlich gelegene Trasse war nur bei einer Baugebietsausweisung im Hundinger Bereich zweckmäßig. Der dort auftretende Bauträger hat aber aus Sicht der Gemeinde Lalling zu hohe Ankaufspreise vereinbart. Daher hat Lalling von der geplanten Durchgangsstraße Abstand genommen. Der Bauträger auf der Hundinger Seite hat nun beantragt, dass er von der Gemeinde Lalling den in ihrem Eigentum stehenden, sogenannten „Kirchenweg“ erwerben kann, der für die Erschließung des Areals notwendig ist. Das haben die Räte einmütig abgelehnt.

Der Gemeindechef unterrichtete die Räte, dass die Erhebung der Fremdenverkehrsbeiträge mittels Pauschalen für alle Beteiligten unbürokratisch, aber rechtlich nicht zulässig ist. Deshalb werden die Beiträge ab heuer nach den Satzungsregularien erhoben. Die Bettenabgabe bei Fremdenverkehrsbetrieben bleibt bei 50 Cent je Gast und Übernachtung.

Im Bereich der Erweiterung des Kindergartens steht massiver Fels an. Es kommt deshalb zu Kostenmehrungen, teilte der Bürgermeister mit. Die förderrechtliche Unterstützung werde abgeklärt. Im nächsten Winter kommt es wegen der Kündigung des bisher eingesetzten Privatunternehmers zu Änderungen bei der Durchführung des Winterdienstes.

Eine weitere Information des Bürgermeisters betraf die gewünschte Sanierung einer als Ortsstraße gewidmeten Zufahrtsstraße in Kaussing. Der Anlieger bot die Sanierung des Unterbaues an, wenn die Gemeinde die Asphaltierungskosten übernimmt. Die Räte waren grundsätzlich einverstanden. Vorab soll eine Kostenermittlung erfolgen.

Text: Schröck

 

 

 

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