Gemeinderatsitzung Lalling Juli 2019

In der jüngsten Sitzung hatte der Gemeinderat eine Entscheidung über das künftige Heizsystem für den „Gasthof zur Post“ zu treffen. Vorausgegangen war ein Gespräch bei der Regierung über die künftigen Außenanlagen, bei auch mögliche Heizsysteme besprochen wurden. Bürgermeister Josef Streicher berichtete, dass eine Hackschnitzelheizung nicht zwingend vorgeschrieben ist. Nach dem vorgesehenen Raumprogramm wäre eine Heizung mit Pellets in Verbindung mit Öl wirtschaftlich günstiger. Die von der Gemeinde bestellten Fachplaner Karl Kaiser und Sandro Straßer erläuterten den Räten die Vor- und Nachteile. Die wirtschaftliche Variante wird für den öffentlichen Bereich des Hauses bezuschusst. Danach wäre eine reine Hackschnitzelanlage wirtschaftlich nicht darstellbar und damit nicht zuwendungsfähig. Die Förderstelle fordert zudem, dass 40 Prozent der Heizlast durch Biomasse zu erbringen ist. Bei dieser Lösung würden 80 Prozent des Wärmebedarfs aus erneuerbaren Energien gewonnen. Ein neues Gebäude wäre für eine Pellet-Heizöllösung wegen der im Untergeschoss des Hauses zur Verfügung stehenden Räumlichkeiten nicht notwendig. Dem Vorschlag des Gemeindechefs, eine Pelletheizung in Kombination mit Gas oder Heizöl in die Planung aufzunehmen, stimmte der Gemeinderat zu.

Zugestimmt wurde den Bauanträgen von Martin und Carina Lallinger zur Errichtung eines Einfamilienhauses mit Doppelgarage in Dösing, von Xaver Drexler zum Dachgeschossausbau mit Anhebung des Dachstuhls in Kaussing sowie dem Antrag auf isolierte Befreiung von Sven Eckerl für die Errichtung eines Carports in Lalling.

Im neuen Kindergartenjahr werden drei Integrationskinder die Kindertagesstätte besuchen. Dafür ist eine zusätzliche Kraft nötig, teilte der Diözesancaritasverband mit. Der Gemeindechef informierte über eine mögliche Förderung für die weitere Kraft. 80 Prozent deren Personalkosten müssten sich Staat und Kommune teilen. Der Rest fließt in die durch Personalkostenzuschüsse nicht gedeckten Kosten des Kindergartens, mithin ins allgemeine Defizit. Für die Gemeinde würden Mehrkosten von 7 000 Euro im Jahr entstehen. Da es sich bei der Einstellung der zusätzlichen Kraft um eine freiwillige Leistung handelt, musste der Gemeinderat entscheiden. Dem wollten sich die Räte nicht verschließen. Die Zusage gilt einstweilen für ein Jahr.

Zugestimmt wurde dem in der vorangegangenen Sitzung bereits besprochenen Kooperationsvertrag Streuobstkompetenzzentrum. Eigentlich wollte die Gemeinde für die Sanierung einer  Ortsstraße in Woiding eine Förderung nach dem Programm „Hof- und Almerschließung“ beantragen. Das ist nach Auskunft des Bürgermeisters nun doch nicht möglich. Eine Förderung könnte dagegen über eine einfache Dorferneuerung erfolgen. Die wird nun beantragt. Eine Bezuschussung über ein Infrastrukturprogramm des Amtes für Ländliche Entwicklung wäre für die Straße von der St 2133 in die Ortschaft Gerholling bis zu einer Unterführung möglich. Diese Möglichkeit will der Gemeinderat nutzen und entschied, einen Förderantrag zu stellen.

Aus den Reihen des Gemeinderates wurde vorgeschlagen, wegen der schlechten Einsehbarkeit an der Einmündung der Erschließungsstraße vom Baugebiet „Am Kirchplatz“ in die Hauptstraße einen Verkehrsspiegel aufzustellen. Berichtet wurde außerdem, dass diese Erschließungsstraße bis zur DEG 23 als Durchgangsstraße genutzt wird. Das will die Gemeinde mit dem Einsetzen von zwei Pfosten unterbinden.

Text: Schröck

 

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