Gemeinderatsitzung Lalling Januar 2018

Mit der Erschließung des Baugebietes „Am Kirchholz“ wird voraussichtlich im April begonnen. In der jüngsten Sitzung hat sich der Gemeinderat mit dem Abschluss eines Erschließungsvertrages mit einem privaten Bauträger beschäftigt, der von der Gemeinde das Grundstück erwirbt, es parzelliert, erschließt und die Parzellen an Interessenten veräußert. Für die 16 Parzellen liegen bereits jetzt 38 Vormerkungen vor, allerdings bei weitem nicht alle von Interessenten aus dem Gemeindebereich. Dem Erschließungsvertrag wurde zugestimmt. Dem Bauträger wurde auferlegt, vorrangig Personen mit Wohnsitz in der Gemeinde bei der Vergabe der Bauplätze zu berücksichtigen. Der Bauträger darf vier Parzellen unabhängig von der Vormerkliste vergeben.

Begonnen werden soll parallel zur Aufstellung des integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (ISEK) mit einer Teilumsetzung des Maßnahmenplanes für das Dollmaier-Areal in Lalling. Begonnen wird nach der Entscheidung der Räte mit dem Abriss des alten Lagerhauses sowie des daneben stehenden Wohnhauses. Dafür wird ein Zuwendungsantrag bei der Regierung gestellt und die Bewilligung des vorzeitigen Maßnahmebeginns beantragt. Wird der genehmigt, entgeht der Gemeinde nicht eine Förderung. In dem Zuwendungsantrag wird auch der Abriss des Saales auf der Südseite des Hauptgebäudes berücksichtigt. Unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten ist eine Sanierung schwerlich darstellbar. Dafür soll der Zehentstadel in einen ganzjährig nutzbaren Bürgersaal umgebaut werden. Ob ein Saalabriss tatsächlich erfolgt, wird erst im Rahmen des ISEK geklärt.

Das Beteiligungsverfahren für eine Ergänzung und Änderung der Innenbereichssatzung „Ranzing II“, mit der der Bau von drei Häusern ermöglich werden soll, wird wiederholt. Grund sind einige Änderungen, die sich aus den im Rahmen des Beteiligungsverfahrens eingegangenen Stellungnahmen der Fachstellen ergeben. So müssen wegen eines angrenzenden Baudenkmals die im bisherigen Entwurf vorgesehenen Wandhöhen der Häuser reduziert werden.

Zugestimmt wurde den Bauanträgen von Daniel Drasch zum Bau eines Einfamilienhauses mit Doppelgarage in Euschertsfurth, der Hüttinger GbR zur Erweiterung eines Milchviehstalles in Woiding, dem Antrag auf denkmalschutzrechtliche Erlaubnis von Gerhard Moser für Gebäudesanierungsmaßnahmen in Dösing, den Anträgen auf Vorbescheid von Martin Lallinger für den Bau eines Einfamilienhauses mit Doppelgarage in Dösing, von Maria Weraneck zum Bau eines Einfamilienhauses mit Garagen in Watzing und von Manuel Duschl zur Errichtung eines Wohnhauses mit Garage in Kapfing sowie dem Tekturplan von Karl Wenig zum Bau einer landwirtschaftlichen Maschinenhalle in Dösing.

Erfreut zur Kenntnis genommen hat der Gemeinderat den Jahresabschluss 2016 des Kindergartens, der einen Überschuss von gut 24 000 Euro ausweist, der auf das neue Haushaltsjahr übertragen wird. Im Haushaltsplan des Kindergartens war noch mit einem Defizit gerechnet worden.

Die Feuerwehr erhält 2020 ein neues Feuerwehrfahrzeug HLF 20. Diese Grundsatzentscheidung haben die Räte einmütig getroffen. Nach einer Aufstellung der Feuerwehr ist mit Anschaffungskosten von etwa 450 000 Euro zu rechnen. Nach Abzug der staatlichen Förderung und der Feuerwehr verbliebe für die Gemeinde eine Eigenbeteiligung von etwa 196 000 Euro. Nach Meinung des Gemeindechefs sollte die Feuerwehr aus Eigenmitteln und Aktionen eine höhere Beteiligung bereitstellen. Bürgermeister Josef Streicher schlug ferner vor, den Gemeindeanteil auf 200 000 Euro zu deckeln und die Möglichkeit einer Sammelbestellung zu prüfen. Für eine Sammelbestellung liegen der Gemeinde bereits zwei Anfragen anderer Kommunen vor. Mit der Klärung wurde der Kommandant beauftragt.

Das neue Fahrzeug kann nach Auskunft des Kreisbrandrates im jetzigen Gerätehaus auch untergebracht werden, wenn der Zustieg der Einsatzkräfte außerhalb des Gebäudes erfolgt. Wegen der Länge des Fahrzeuges muss zudem jeweils die Spindel abgenommen und vor dem Ausrücken wieder angebracht werden. Die Feuerwehr würde sich einen Anbau in östlicher Richtung wünschen, der zweistöckig erfolgen soll, um einen Jugendraum zu bekommen. Für sinnvoll gehalten wird ein Anbau nach Osten für das gesamte Feuerwehrgerätehaus und das Bauhofgebäude. Vorentwürfe dafür liegen bereits vor. Eine Entscheidung wurde noch nicht getroffen. Langfristig sollte ein Neubau geprüft werden.

Text: Schröck

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