Gemeinderatsitzung Lalling Dezember

Hauptberatungspunkt der Jahresschlusssitzung war die Einbeziehungssatzung „Kaußing-West II“. Der Gemeinderat wurde über die im Anhörungsverfahren eingegangenen Stellungnahmen informiert. Sowohl Landratsamt wie Bund Naturschutz ist die im Entwurf vorgeschlagene Wandhöhe zu viel. Vorgeschlagen wurde vom Landratsamt eine talseitig maximal zulässige Höhe von 6,50 Metern. Die Räte folgenden stattdessen dem Meinung des Planers, der eine Übernahme der Wandhöhe aus der Einbeziehungssatzung „Kaußing-West I“ vorschlug. Die wurde dort traufseitig mit 7,20 Metern über dem natürlichen Gelände festgelegt. Mit der Entscheidung wird sichergestellt, dass sich die neuen Häuser in die nähere Umgebung einfügen. Die übrigen Anmerkungen nahm der Gemeinderat zu Kenntnis. Der geänderte Entwurf wurde als Satzung erlassen.

Zugestimmt wurde den Bauanträgen von Martin Greiner zum Bau eines Wohnhauses mit Garage in Kaußing, von Volker Thum zum Anbau an das Hallenbad in Ranzingerberg und der Eheleute Sophie und Gerard Lallinger zur Errichtung einer Fluchttreppe an das Hotel.

Keine Einwände gab es gegen den Haushaltsplan 2018 des Kindergartens, der für den laufenden Betrieb ein Defizit von 2 650 Euro vorsieht. Im Investitionsbereich sind für die Anschaffung von Einrichtungsgegenständen 1 100 Euro vorgesehen. Die Gemeinden Hunding und Lalling müssen 60 Prozent des Defizits übernehmen.

Informationen & Rückblick
Bürgermeister Josef Streicher informierte die Räte, dass in die Ultrafiltrationsanlage im Wasserhochbehälter Panholling eine Vorrichtungseinheit eingebaut werden muss. Wegen der Dringlichkeit wurde der Auftrag mit einem Umfang von knapp 4 100 Euro bereits an eine Fachfirma aus dem Landkreis erteilt. Die Auftragsvergabe wurde nachträglich genehmigt. Gleiches gilt für den Auftrag zur Erstellung eines Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK) an ein Fachbüro in Osterhofen. Die Auftragssumme beläuft sich auf knapp 18 000 Euro. Ein ISEK wurde im Gemeinderat bei der Entscheidung über den Ankauf des Dollmaier-Areals angesprochen. Nach Aussage des Gemeindechefs ist das Konzept Fördervoraussetzung für Zuschüsse aus dem Städtebauförderungsprogramm. Für die Erstellung des ISEK kann die Gemeinde mit einer staatlichen Förderung von 60 Prozent rechnen.

Zum Abschluss der Sitzung blickte der Bürgermeister auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Der 1. Abschnitt der Breitbanderschließung und der Anschluss von Anwesen in Oisching und Ranzingerberg an die gemeindliche Wasserversorgung wurden abgeschlossen. Damit sind rund 98 Prozent des Gemeindegebietes über das öffentliche Leitungsnetz versorgt. Für den Bauhof wurden ein neuer Kommunalschlepper und ein neuwertiger Kombi angeschafft. Der Bebauungsplan „Am Kirchholz“ wurde fertiggestellt. Ein Vertragsabschluss mit der Erschließungsbauträgerfirma stehe nichts mehr im Wege. Mit dem Beginn der Erschließung ist im Frühjahr zu rechnen. Entschlossen hat sich die Gemeinde zum Ankauf des Dollmaier-Areals. Für die Weiterentwicklung des Ortskerns ist dies die richtige Entscheidung, stellte Streicher fest. Weiter einsetzen werde er sich für die Ansiedlung eines großen Supermarktes auf dem Festplatz. Für 2018 nannte der Gemeindechef eine Entscheidung über die Vergabe eines 2. Ausbauabschnittes bei der Breitbanderschließung, Straßensanierungen, ein Konzept für die Sanierung der Wasser- und Kanalleitungen im Baugebiet „Jägerhölzl“, die Anschaffung eines neuen Einsatzfahrzeuges für die Feuerwehr und eine in diesem Zusammenhang notwendige Entscheidung über die Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses. Streicher dankte seinen Stellvertretern für die loyale Vertretung, der Verwaltung und dem Bauhofpersonal, der Feuerwehr für ihren Einsatz für die Allgemeinheit sowie den örtlichen Vereinen für ihren Beitrag zum einem positiven Gesellschaftsleben in der Gemeinde.

Text: Schröck

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