Gemeinderatsitzung Januar

Einen wichtigen Schritt zur Sanierung des Dollmaier-Areals hat die Gemeinde in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates getan. Architekt Walter Aigenberger stellte den Räten die Eingabeplanung für das Hauptgebäude und den Zehentstadel vor. Für die Beheizung ist aufgrund der Energieeinsparverordnung ein System mit Pellets oder Hackschnitzel vorgegeben, da 20 Prozent der benötigten Energie aus erneuerbaren Energiequellen stammen müssen. Ein Heizhaus ist in der jetzigen Planung noch nicht enthalten. Der Standort dafür muss so gewählt werden, dass der notwendige Abstand zur Wohnbebauung eingehalten wird. Für den Zehentstadel ist die Unterbringung der Gemeindebücherei sowie eines Bürgersaales für etwa 100 Gäste vorgesehen. Eine eigene WC-Anlage erhält der Zehentstadel nicht. Ein öffentliches, barrierefreies WC ist aber eingeplant. Im Erdgeschoss des Hauptgebäudes sind die Tourist-Info mit einem Verkaufsraum sowie die Gastronomie mit den erforderlichen Nebenräumen eingeplant. Eine Überprüfung durch einen Fachplaner hat ergeben, dass die in der Planung vorgesehenen Küchenräume ausreichend dimensioniert sind. Der bisherige Saal bleibt bestehen. Er soll künftig teilbar werden. Im Obergeschoss sind elf Fremdenzimmer vorgesehen. Eine Pächterwohnung ist möglich. Im Dachgeschoss wären weitere Zimmer möglich, sind aber jetzt nicht eingeplant. Die Außenanlagen sehen einen Biergarten sowie ausreichende Stellplätze mit Begrünung vor. Die vorläufige Untersuchung hat wenige Altlasten ergeben. Asbest wurde nicht gefunden. Die bisherige Kostenberechnung wurde vorgestellt. In ihr nicht berücksichtigt sind die Kosten der Kücheneinrichtung, da sich daran möglicherweise der Pächter der Gastwirtschaft beteiligen soll. Nach der aktuellen Planung beträgt der Baukostenanteil der Gemeinde etwa 1,6 Millionen Euro. Nach den letzten Gesprächen mit der Zuschussbewilligungsstelle wären die Bürgersäle im Zehentstadel und im Hauptgebäude voll förderfähig. Die Kostenaufstellung enthält keine Pachteinnahmen. Die Montage einer PV-Anlage wäre sinnvoll. Auf Vorschlag von Bürgermeister Josef Streicher wird die komplette Planung nun fertiggestellt und ein Zuwendungsantrag gestellt. Nach Bewilligung des vorzeitigen Maßnahmenbeginns wird mit der Ausschreibung gestartet.

Änderungen bei den Ausgleichsflächen machen Änderungen der Innenbereichssatzung „Ranzing“ (Obstgartenstraße) und der Ergänzungssatzung Stritzling notwendig. Die jeweiligen Deckblattentwürfe wurden einmütig gebilligt.

Um im Südosten der Ortschaft den Bau eines Hauses zu ermöglichen, wird eine Ergänzungssatzung „Kapfing IV“ auf den Weg gebracht. Auch dieser Satzungsentwurf passierte ohne Probleme den Gemeinderat. Die Entwürfe gegen nun in das vorgeschriebene Anhörungsverfahren.

Zugestimmt wurde den Baugesuchen von Stefan Gorgosch zur Errichtung eines Einfamilienhauses mit Doppelgarage im Baugebiet „Am Kirchholz“ in Lalling und von Josef Eginger zum Einbau einer zweiten Wohnung mit einem Tattoo-Studio in das Untergeschoss eines Wohnhauses in Dösing.

Die Erschließungsstraße im Baugebiet „Am Kirchholz“ erhält den Straßennamen „Hangwiesen“. Sie wurde zur Ortsstraße gewidmet, zwei Gehwege zu beschränkt öffentlichen Wegen.

Keine Einwände hatten die Räte gegen den Haushalt 2019 des Kindergartens, der ein Defizit von 20.650 Euro ausweist. Im Investitionsbereich sind für die Anschaffung von Einrichtungsgegenständen 3.600 Euro veranschlagt. Vom Defizit müssen die Gemeinden Hunding und Lalling 60 Prozent übernehmen.

Die Gemeinde beteiligt sich für die Stromlieferung ab 1921 an der Bündelausschreibung mit den anderen VG-Gemeinden.

Die Nachbargemeinde Schaufling hat zur Sicherung der Wasserversorgung Ende letzten Jahres eine Notleitung von Stritzling nach Ensbach gebaut. Die Leitung wird voraussichtlich demnächst still gelegt. An diese Leitung könnten bei Bedarf die Anwesen in Woiding angeschlossen werden. Es sei deshalb zu überlegen, ob nicht die Gemeinde einen Teil der Leitung bis Woiding übernimmt und der Nachbargemeinde die anteiligen Baukosten erstattet. Der Bürgermeister schlug vor, bereits jetzt eine diesbezügliche Regelung zu treffen und eine diesbezügliche Vereinbarung für einen späteren Anschluss abzuschließen. Der Gemeinderat stimmte dem Verfahren zu.

Ein Gemeindebürger hat die Befliegung der Streuobstbestände mit einer Drohne vorgeschlagen. Die Kosten würden sich auf etwa 1.000 Euro belaufen. Mit diesem Vorschlag konnte sich der Gemeinderat nicht anfreunden. Vorab wären rechtliche Vorgaben zu klären. Außerdem ist über eine Machbarkeitsstudie durch die Hochschule Weihenstephan möglicherweise eine Förderung erreichbar.

Der Gemeindechef informierte die Räte über einen Stromausfall in der Pumpstation Watzing, die deshalb mit Abwasser vorgelaufen ist und erheblich beschädigt wurde. Der Schaden wird von der Versicherung der externen Kläranlagenaufsicht übernommen.

Text: Schröck

 

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