Gemeinderatsitzung April

Der Gemeinderat kann sich nach wie vor mit dem Bau eines Lebensmittelmarktes im Gewerbedorf Rohrstetten nicht anfreunden. Die Gemeinde war im Zuge des Beteiligungsverfahrens aufgefordert, zum neuen Bebauungsplan „Großflächiger Lebensmitteleinzelhandel“ der Nachbargemeinde Hunding Stellung zu nehmen. Und die fiel erneut deutlich aus. Eine Ausweisung in einem nicht zentralen Ort wäre dann nachvollziehbar, wenn andernfalls eine flächendeckende Nahversorgung nicht gewährleistet wäre. Die Räte waren der Meinung, dass die flächendeckende Versorgung der Bevölkerung für den Nahbereich Hunding-Lalling auch ohne einen neuen Lebensmittelmarkt gewährleistet ist. Der jetzige Markt im Ortskern von Lalling entspricht den Vorgaben des Landesentwicklungsprogramms und dem Anbindegebot an einen Hauptort. Der Standort im Gewerbegebiet Rohrstetten erfülle dies weder praktisch noch planungsrechtlich. Das behauptete Marktpotential ist wohl rechnerisch gegeben, aber nur theoretisch, da überörtliche Märkte auch weiterhin Kaufkraft abschöpfen. Die landesplanerische Vorgabe einer zentralörtlichen Versorgung bedeute die Verbesserung der Versorgungssituation in zentralörtlichen Ortskernen wie Lalling. Ob die Ausfahrtsituation vom Gewerbedorf auf die B 533 mit einer dort zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 100 Kilometer geprüft wurde, bleibe zu hinterfragen. Lebensmittelmärkte stellen eine Belebung und Bereicherung von Ortskernen dar. Eine Ausweisung in jeder Gemeinde unabhängig von der Einstufung der Nachbargemeinde führt zu einer Schwächung des ländlichen Raums. Dies muss die Gemeinde bei ihren Planungen berücksichtigen.

Endgültig erlassen wurden Ergänzung und Änderung der Innenbereichssatzung „Ranzing II“. Die Vorschläge des Kreisbaumeisters und der Kreisheimatpflege nahmen die Räte zwar zur Kenntnis, in die Satzung übernehmen wollten sie Vorschläge allerdings nicht. Mit der Satzung wird der Bau von drei Häusern ermöglicht.

Für Urding wird eine Ergänzungssatzung in Angriff genommen, der Geltungsbereiche im Nord- und Südwesten der Ortschaft vorsieht und zwei Bauvorhaben ermöglichen soll. Der vom Gemeinderat gebilligte Satzungsentwurf geht nun in amtliche Anhörung.

Zugestimmt wurde den Bauanträgen von Herbert und Corinna Lürkens zum Neubau eines Einfamilienhauses mit Garage, Carport und Einliegerwohnung im Baugebiet Ranzing sowie von Andreas Jahn und Rita Jahn-Wettengl zum Anbau eines Wintergartens in Lalling.

Der Eigentümer eines denkmalgeschützten Anwesens in Dösing will sein Haus sanieren und dazu eine staatliche Förderung in Anspruch nehmen. Die ist nach Auskunft des Amtes für ländliche Entwicklung möglich, wenn die Gemeinde die Einleitung einer einfachen Dorferneuerung beschließt. Um die Sanierung und Wiederbelebung des Anwesens zu ermöglichen und damit die Ortsstruktur zu festigen, wollte sich der Gemeinderat dem Wunsch nicht verschließen und fasste den geforderten Beschluss.

In die neue Vorschlagsliste für die Schöffenwahl werden Ramona Nothaft, Lutz Pflugk und Alois Süß aufgenommen.

Der Tennisclub Lallinger Winkel will einen Defibrillator anschaffen und am Vereinsheim am Kurpark anbringen. Auf Antrag bewilligte der Gemeinderat eine Unterstützung von 20 Prozent der Anschaffungskosten. Da ein Defibrillator ein Nutzen für die Allgemeinheit ist, wurde vom Grundsatzbeschluss für Vereinsinvestitionen abgewichen.

Seit geraumer Zeit beschäftigt sich der Gemeinderat mit einer passenden Unterstellmöglichkeit für ein neues Einsatzfahrzeug der Feuerwehr. Bürgermeister Josef Streicher schlug nun einen Neubau im nördlichen Bereich der Schulsportanlage am Pfarrweg vor, der für schulische Zwecke nicht mehr genutzt wird. Zunächst wäre das Pachtverhältnis mit dem Schulverband zu lösen. Er favorisiere einen Neubau, da ein Anbau an das jetzige Gerätehaus im Lallinger Zentrum letztlich nur ein Provisorium wäre. Ins Gespräch gebracht wurde eine Standortuntersuchung im Rahmen der Erstellung des ISEK. Schließlich einigte sich der Gemeinderat darauf, Standortuntersuchungen für einen Neubau in Auftrag zu geben. Der Antrag der Freien Wählergemeinschaft, einen Grundsatzbeschluss zu einem Neubau bis 2020 zu fassen, wurde zurückgestellt. vgl

 

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