Bürgerversammlung – Lalling

Lalling. Zur letzten Bürgerversammlung von Bürgermeister Josef Streicher waren etwa 50 Gemeindebürger ins Gasthaus Moser (Euschertsfurth) gekommen, unter ihnen ein Großteil des Gemeinderates. In einer Pause spendierte der Gemeindechef zum Abschluss seiner Amtsperiode den Teilnehmern frische Weißwürste und Brezen. Er verband die Spende mit einem Dank an alle Wegbegleiter, die ihn während seiner Bürgermeisteramtszeit unterstützt haben, aber auch an die Kritiker, die ihn angespornt haben. Er habe sich immer bemüht, alle Bürger möglichst gleich zu behandeln.

In seiner Rückschau auf 2018 lies Streicher das Geschehen des letzten Jahres Revue passieren. Die Erschließung des Baugebietes „Am Kirchfeld“ wurde abgeschlossen. Die 16 Bauparzellen sind veräußert, die ersten bereits bebaut. Ein positiver Nebeneffekt der Erschließung sind die für Friedhofsbesucher entstandenen Parkplätze.

Im letzten Jahr wurde der zweite Bauabschnitt für den Breitbandausbau vergeben, der sich auf die Ortschaften Datting, Gerholling, Ginn, Ranzingerberg und Watzing sowie Teile von Dösing, Durchfurth und Euschertsfurth bezieht. Ermöglicht wurde der weitere Bauabschnitt, da im ersten Abschnitt die zur Verfügung stehende Fördersumme nicht ausgeschöpft wurde. Mit der Fertigstellung ist im Frühjahr 2021 zu rechnen.

Das größte Projekt im letzten Jahr war die Erweiterung des Kindergartens, die 2018 größtenteils erledigt wurde. Die Fertigstellung erfolgte heuer. Die Baukosten liegen bei knapp einer Million Euro. Trotz einem erhöhten Fördersatz haben die Gemeinden Lalling und Hunding als gemeinsame Bauträger etwa 400 000 Euro an Eigenleistung zu übernehmen. Durch die Erweiterung wurden 31 neue Plätze geschaffen, davon 25 für Regelkinder und sechs in der Krippe. Mit der Maßnahme sind die beiden Gemeinden für die Zukunft gut aufgestellt.

Für das neue Feuerwehrauto HLF 20 war eine europaweite Ausschreibung notwendig. Im Dezember konnte der Auftrag vergeben werden. Die Auslieferung ist im Frühjahr 2020 vorgesehen. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 400 000 Euro. Nach Abzug der Zuschüsse und der Beteiligung der Feuerwehr bleiben etwa 200 000 Euro für die Gemeinde.

Aus dem ehemaligen Dollmaiergrundstück wurde ein Teilbereich an die Firma Rosenium verkauft. Die will dort voraussichtlich ab 2021 ein Altenheim bauen. Die Gemeinde hat sich ein Rückkaufsrecht einräumen lassen, sollte sich das Projekt innerhalb eines bestimmten Zeitraumes nicht realisieren lassen.

Eine große Herausforderung in den nächsten Jahren ist die Sanierung des Dollmaieranwesens einschließlich Dorfkernaufwertung mit einem Umfang bis zum Nußbaumweg. Streicher erläuterte den Besuchern die geplanten Maßnahmen und die künftige Nutzung (DZ berichtete). Als Baubeginn für die Sanierung des Gasthauses ist das Frühjahr 2020 vorgesehen.

Der Gemeindechef informierte über das geplante Streuobst-Kompetenzzentrum, für das man ursprünglich von einer Bezuschussung für eine vor Ort eingesetzte Teilzeitkraft ausgegangen ist. Jetzt stellte sich heraus, dass dies nicht möglich ist. In Gesprächen mit dem Landratsamt zeichnet sich eine Alternativlösung ab. So soll ein Teilbetrag der Personalkosten über den Sparkassenfond finanziert werden. Streicher dankte Landrat Christian Bernreiter für seinen Einsatz. Gedankt wurde auch der Dorfgemeinschaft Euschertsfurth, die in einer Gemeinschaftsaktion das in die Jahre gekommene Buswartehäuschen im Ort wieder auf Vordermann brachte. Die Gemeinde habe nur die Materialkosten übernommen.

In den nächsten Jahren stehen weitere Straßensanierungen an. Für die Ortsstraße Ranzing in Richtung Durchfurth ist für eine Förderung im Jahre 2021 bereits eine Anmeldung bei der Regierung von Niederbayern erfolgt. Im Rahmen einer einfachen Dorferneuerung sollen Straßenteilstücke in Woiding und Gerholling saniert werden. Genutzt werden soll nach Möglichkeit ein neues Förderprogramm zur Sanierung von Hoferschließungszufahrten oder untergeordneten Gemeindestraßen.

Ende 2018 hatte die Gemeinde nach dem Bericht des Bürgermeisters 1558 Einwohner. Im letzten Jahr waren 13 Geburten, acht Eheschließungen und 14 Sterbefälle zu verzeichnen. In elf Sitzungen wurden 117 Beschlüsse gefasst, 108 davon einstimmig. Behandelt wurden außerdem 19 Baugesuche.

Von den 178 Grundschülern an der Lallinger Schule stammen 44 aus dem Gemeindebereich. Die Mittelschule Hengersberg besuchen 19 Kinder aus der Gemeinde. Im Kindergarten sind momentan 80 Kinder angemeldet, davon 12 in der Krippe. Anfang nächsten Jahres steigt die Kinderzahl auf 86.

Zur Bürgerversammlung waren vier schriftliche Anträge eingegangen. Sie bezogen sich auf den maroden Zustand der Straßen im Baugebiet „Jägerhölzl“, die Verlegung von Glasfaserkabel in diesem Bereich, die Sanierung der Gemeindestraße von Stritzling zum Anwesen Probst in Watzing, den Aushang der Sitzungsladungen, die Aktualisierung der Gemeindehomepage und die Instandsetzung von Forstwegen am Ranzingerberg. Außerdem wurden mehrere mündliche Anfragen gestellt. vgl

Foto: Bürgermeister Josef Streicher informierte bei seiner letzten Bürgerversammlung über das Geschehen in der Gemeinde

Foto: Schröck

 

 

 

 

 

 

 

 

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