Bericht über die Gemeinderatssitzung im Februar

Lalling. Im Mittelpunkt der jüngsten Sitzung des Gemeinderates stand ein Vorhaben des Sportvereins, den Bau eines Vereinsheimes auf dem Areal der Schulsportanlage. Zugestimmt wurde dem Bauplan und einer Befreiung für eine Abstandsfläche, die teilweise im Geltungsbereich des Bebauungsplanes „SO großflächiger Lebensmitteleinzelhandel“ liegt.

Sportvereinschef Markus Heining trug dem Gemeinderat den Wunsch des Vereins auf eine gemeindliche Förderung für das Bauvorhaben vor, das laut Kostenschätzung 450 000 Euro kosten soll. Der Verein rechnet mit einem Zuschuss von etwa 100 000 Euro vom BSLV. Eigenleistungen werden gefördert. Vor langer Zeit hat die Gemeinde eine Grundsatzentscheidung getroffen. Danach werden Bauvorhaben von Vereinen mit zehn Prozent gefördert. Der Sportverein beantragte nun wegen der guten Jugendarbeit und als Vereinsunterstützung eine Anhebung der Förderquote auf 15 Prozent. Die Neuregelung sollte auch für Maßnahmen anderer Vereine gelten. Diesem Wunsch haben die Räte entsprochen als Ausdruck der Wertschätzung für die gute Arbeit der Vereine. Die Berechnung der gemeindlichen Förderung hat wie in der Vergangenheit bei anderen Vereinen zu erfolgen. Außerdem übernimmt die Gemeinde nach Absprache mit dem Landratsamt zwei Ausfallbürgschaften von 100 000 und 160 000 Euro. Für das Vorhaben benötigt der Sportverein ferner einen Pachtvertrag. Die Räte stimmten dem Abschluss grundsätzlich zu. Bürgermeister Josef Streicher wies aber darauf hin, dass zunächst die seit langem bestehenden Verträge mit dem Grundschulverband gelöst werden müssten.

Ein weiterer Beratungspunkt war die Vorstellung der Planung für die Außenanlagen beim Gasthaus „Zur Post“ durch das planende Ingenieurbüro. Die voraussichtlichen Kosten belaufen sich auf 1,228 Millionen Euro. Die Gemeinde kann dafür mit einer Förderung von 80 Prozent rechnen. Für das Projekt ist ein eigener Förderantrag zu stellen. Informiert wurden die Räte auch über die aktualisierte Kostenberechnung für das gesamte Projekt. Die Heizung ist nun ebenfalls mit 80 Prozent förderfähig. Die Eigenleistung der Gemeinde wird etwa 1,8 Millionen brutto betragen. Die Gemeinde ist vorsteuerabzugsberechtigt. Im Gegenzug sind die Pachteinnahmen für das Gasthaus umsatzsteuerpflichtig. Als Termin für die Bezugsfertigkeit wurde der Herbst 2021 genannt.

Für die Ausstattung der öffentlichen Räumlichkeiten wie Bürgersaal, Zehentstadel, Tourist-Info und Gemeindebücherei gibt es möglicherweise eine Fördermöglichkeit aus dem LEADER-Zuschussprogamm. Nach Mitteilung der LAG Deggendorf sind die Mittel für heuer zwar vergeben. Der Freistaat hat aber zehn Millionen Euro bereitgestellt, die bei rechtzeitige Antragstellung vielleicht noch genutzt werden können. Diese Chance will sich der Gemeinderat nicht entgehen lassen. Die Verwaltung wurde beauftragt, einen Förderantrag für ein LEADER-Projekt „Ausstattung Bürgerzentrum Lalling“ zu stellen. Die Gemeinde verpflichtet sich, für das Projekt die Ko-Finanzierungsmittel bereit zu stellen sowie zur Pflege und zum Unterhalt der neu geschaffenen Einrichtungen.

Zugestimmt wurde dem Bauantrag von Karl Wenig zum Bau eines Betriebsleiterwohnhauses mit Doppelgarage in Dösing, dem Antrag von Manuel Duschl auf Befreiung von Bestimmungen einer Ergänzungssatzung zur Errichtung eines Einfamilienhauses in Kapfing und dem Antrag der GbR Hüttinger auf Vorbescheid zum Bau eines Betriebsleiterwohnhauses mit Doppelgarage in Woiding.

Der Gemeindechef informierte den Gemeinderat, dass über die Städtebauförderung im Kurpark Aufwertungsmaßnahmen wie Beleuchtung des Seeweges, einer Bühne mit Überdachung, Überdachung des Keltenhauses sowie Anlage eines Spielplatzes zuwendungsfähig wären. Die Räte waren der Meinung, dass mögliche Fördermaßnahmen ermittelt werden sollen.

Durch eine Änderung des Bebauungs- und Grünordnungsplanes „WA Euschertsfurth III, BA 2“ durch ein Deckblatt soll eine weitere Bauparzelle geschaffen werden. Für die Erschließung wurde mit dem Grundstückseigentümer eine Sondervereinbarung geschlossen. Dem Deckblattentwurf stimmte der Gemeinderat zu. Hinsichtlich der Dachform sind bei einer Bebauung genaue Vorgaben einzuhalten.

Der Bürgermeister schlug dem Gemeinderat vor, bei einer Sanierung der Straße in Woiding im Straßenbereich Leerrohre für die Wasserleitung sowie den Glasfaseraufbau zu verlegen, um bei einem späteren Anschluss einen Straßenaufbruch zu vermeiden. Dem stimmten die Räte zu. vgl

Posted in Neues aus der Gemeinde, News.