Bei Funkübung den Ernstfall simuliert – Funknetz qualitativ überprüft

 Im Rahmen einer Funkübung der Feuerwehren im Kreisbrandmeisterbezirk von Ludwig Jacob wurde eine schwere Unwetterlage im Lallinger Winkel angenommen, die von den Feuerwehren „theoretisch“ abzuarbeiten war. Eine derartige Schadenslage war in der Vergangenheit bereits des Öfteren tatsächlich vorliegend, sowohl im Winter bei extremen Schneeverhältnissen, als auch im Sommer bei Gewitterlagen. 

Die Feuerwehren aus Lalling, Hunding, Schaufling, Auerbach, Engolling, Grattersdorf-Nabin, Roggersing, Winsing und Oberaign  wurden von der Kreiseinsatzzentrale der Feuerwehr, die im Ernstfall unter der Leitung von Franz Sigl die Integrierte Leitstelle in Straubing unterstützt, zu den einzelnen Schadensstellen alarmiert. Die „UGÖEL“, die Unterstützungsgruppe der örtlichen Einsatzleitung“ übernahm dann die Regie der Einheiten sowie die Einsatzkoordination und -dokumentation.

Da wurde es schon manchmal „eng“ auf dem Funkkanal, wenn sich die angenommenen Schadensfälle innerhalb kurzer Zeit häufen und 17 Fahrzeuge – wenn auch nur über Funk – eingesetzt werden sollen. Im Ernstfall kann gebietsweise auf Ausweichkanäle zurückgegriffen werden. Die beteiligten Feuerwehren wurden zu verschiedensten Einsätzen „dirigiert“, vom „Baum über Fahrbahn“, über „abgedeckte Dächer“, „überflutete Keller“, bis hin zu „Blitzschlag“ oder Verkehrsunfälle. Die Wehren kennen das aus der Realität, aber Üben optimiert den Ablauf im Ernstfall.

Bei der Schlussbesprechung, die zentral im Lallinger Gerätehaus stattfand, zeigten sich Kreisbrandmeister Ludwig Jacob und Kreisbrandinspektor Bernhard Süß erfreut über die zahlreiche Teilnahme. Mit rund 150 Einsatzkräften wurde einmal mehr das Interesse der Feuerwehrkräfte an der Ausbildung unterstrichen. Schließlich war dies die erste derartige Funkübung seit drei Jahren, Corona geschuldet. Die Freude über die Rückkehr zu einer überörtlichen Übung stand den Kameradinnen und Kameraden ins Gesicht geschrieben.

Auch Kreisbrandmeister Frank Locklair war bei der Übung anwesend und konnte sich von der Einsatzbereitschaft der Kreiseinsatzzentrale und der Unterstützungsgruppe überzeugen. Auch deren Leiter Sebastian Fuchs sowie seine Stellvertreter Sebastian Ortner, Helmut Leberfinger und Robert Wagner waren zufrieden mit der gezeigten Leistung. Die Schadenslage wurde durch die UG dokumentiert und übersichtlich in einer „Lagekarte“ dargestellt.

Ludwig Jacob erläuterte den Hintergrund und die Abwicklung der Funkübung, Bernhard Süß verwies auf Grundsätze im Funkverkehr beim Einsatz, insbesondere wenn bei Großschadenslagen reger Funkbetrieb auf den Kanälen herrscht. Jacob und Süß bedankten sich unisono bei den Einsatzkräften für ihre stete Einsatzbereitschaft.

Die Schlussbesprechung der Funkübung fand vor dem Gerätehaus der Lallinger Feuerwehr statt. Kreisbrandinspektor Bernhard Süß (Mitte r.) und Kreisbrandmeister Ludwig Jacob (links) fassten den Übungsinhalt zusammen.

Bernhard Süß

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