15 Jahre Osterweiterung, aktive Städtepartnerschaften, kommunale Zusammenarbeit, Schulpartnerschaften

Dieses Projekt wird von der Europäischen Union finanziert

15 Jahre Osterweiterung, aktive Städtepartnerschaften, kommunale Zusammenarbeit, Schulpartnerschaften für die Zukunft Europas – unter diesem Thema stand eine Veranstaltung in der Lallinger Schulturnhalle, zu der der Partnerschaftsverein Lalling-Remy, das Comite de Jumelage Remy-Lalling und der Gemeindefreundschaftsverein Besiny-Lalling-Remy eingeladen haben. An der Veranstaltung nahmen viele Bürger aus Remy teil, die sich zum turnusmäßigen Besuch in Lalling aufhielten, etliche Besucher aus dem tschechischen Besiny mit Bürgermeisterin Pavlina Langmayerova und Schulleiterin Zdenka Zatkova sowie natürlich aus dem Lallinger Winkel. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen die Referate von Bürgermeister Josef Streicher zur Gemeindepartnerschaft Lalling-Remy und des früheren Bürgermeister Frantisek Vlcek zur Partnerschaft Lalling-Besiny sowie Schüler aus den drei Gemeinden, die Zeichnungen von europäischen Wahrzeichen anfertigten. Die Zeichnungen sollen Grundlage für einen Kalender für 2020 sein, der in den drei Kommunen verteilt werden soll. Begonnen hat die Veranstaltung mit einem von Lallinger Schülern unter Leitung von Tanja Schöffmann-Barth vorgetragenen Willkommenslied. Die Begrüßung der Gäste blieb Schulleiter Helmut Habereder vorbehalten, der sich freute, dass für die Veranstaltung die Schule ausgewählt wurde und Schüler aus drei Ländern teilnehmen. Partnerschaftsvereinsvorsitzende Marianne Maisch stellte bei ihrer Begrüßung fest, das Thema der Veranstaltung sei bewusst gewählt worden. Zur lebendigen Partnerschaft gehören auch die Schulen. Gäste aus den Gemeinden besuchen immer wieder Veranstaltungen der anderen Gemeinden wie die Bartholomäuswallfahrt in Besiny, den Obst- und Bauernmarkt in Lalling und der Weihnachtsmarkt in Remy. Sie freue sich, dass die Veranstaltung von der EU und dem Bezirk Niederbayern gefördert wird.

Bei der Begrüßung (v.l.) Josef Streicher, Frantisek Vlcek, Helmut Habereder, Jan Vitovec und Veronique Briffaut Foto: Schröck

Lallings Bürgermeister Josef Streicher hielt Rückschau auf die Gemeindepartnerschaft mit Remy. 1999 begab sich die Gemeinde zusammen mit der Bezirksregierung auf die Suche nach einer Partnergemeinde. Die Wahl fiel auf Remy. Den Kontakt hatten Peter Gruber und die Bezirksregierung hergestellt. Im Mai 1999 bekam die Gemeinde erstmals Besuch aus Remy. Kurze Zeit später fuhr eine Lallinger Delegation nach Remy. Größte Sorge war für ihn die Verständigung. Trotz der Hemmnisse verstanden sich die Bürger beider Gemeinden auf Anhieb gut. Die Grundlage für eine Partnerschaft war gelegt. Im Jahre 2000 wurde in Remy die Partnerschaftsurkunde unterzeichnet. Das fünfjährige Jubiläum wurde in Lalling gefeiert. Im Rahmen des zehnjährigen Jubiläums wurde in Remy ein Square de Lalling ein (Lalling-Platz) eröffnet. Zum 15jährigen Jubiläum wurde die Fußgängerbrücke vom Kurpark in die Ortschaft Lalling über die Staatsstraße als Partnerschaftsbrücke bestimmt, sinnbildlich für einen Brückenbau in Europa. Jedes Jahr besuchten sich Delegationen, die zu vielen freundschaftlichen Beziehungen geführt haben. Es gab auch schulische Begegnungen, die allerdings wegen der Auflösung der Mittelschule Lalling nicht mehr möglich sind. Auch mit Besiny hat sich eine gute Zusammenarbeit ergeben. Der „Dreierblock“ mit Remy und Besiny hat sich bewährt. Die Partnerschaft stärke den europäischen Gedanken, notwendig für ein friedliches Europa.

Die Schüler aus den drei Gemeinden malten Vorlagen für einen Kalender Foto: Gruber

Frantisek Vlcek erinnerte in seinem Vortrag an das erste Treffen mit Josef Streicher im Bahnhof von Eisenstein im Jahre 2001, vermittelt durch den Euregio-Chef Kaspar Sammer. Bereits bei diesem Treffen habe die Chemie mit seinem Bürgermeisterkollegen gestimmt. In den nächsten Jahren haben sich Delegationen beider Kommunen in einer Art Probezeit bei Veranstaltungen gegenseitig besucht. Bei einer Veranstaltung in Lalling habe er dann Bürger aus Remy kennengelernt. Im April 2005 kamen die Franzosen erstmals zu einem Besuch nach Besiny. Am nächsten Treffen nahmen Kinder aus den drei Gemeinden teil, die in gemischten Teams einen Wettbewerb durchführten. Die Kinder haben trotz Sprachbarriere gut kommuniziert. Bei der Bartholomäuswallfahrt 2010 haben Besiny und Lalling eine Erinnerungsurkunde für fünf Jahre Zusammenarbeit unterzeichnet. Seit 2001 sind in Besiny viele Projekte entstanden, an denen Lalling  in verschiedener Weise mitgewirkt hat. Auch zwischen den Schulen Besiny und Lalling haben sich bereits mehrere Treffen ergeben. Er hoffe, dass die Zusammenarbeit weiterhin so gut läuft.

Die Referate der Bürgermeister übersetzten Veronique Briffaut ins französische und Jan Vitovec vom tschechischen ins deutsche und umgekehrt.

Text : Schröck

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