Jubiläum Lallinger Sänger

Ein großer Erfolg für die Lallinger Sänger war der Jubiläums-Hoagartn zum 45jährigen Bestehen. Welchen Stellenwert der Chor weit über die Gemeinde hinaus hat, zeigten schon die zahlreichen Gäste. Das Festzelt war voll. Auch Abordnungen anderer Chöre waren erschienen. So viele Chöre und Sänger habe Lalling schon lange nicht mehr gesehen, stellte Chorleiter Gebhard Schöffmann fest. Begrüßt wurden die Geiskopfsänger, die Auerbacher Sänger, die Auerbacher Hoamatsänger, die Hellinger Sänger und die Zentinger Sänger.

vgl Lallinger Sängerjubiläum02

Das Schlusslied sangen der Jubelchor (oben) und die ehemaligen Mitglieder (unten) gemeinsam, links Chorleiter Gebhard Schöffmann

Los ging die Veranstaltung mit dem Bieranstich durch den Trachtenvereinsvorsitzenden Franz Weinmann. Schirmherr Manfred Ertl hatte darauf verzichtet, da er sich laut Aussage von Franz Weinmann früher bei einer derartigen Tätigkeit am Daumen verletzt hatte. Nach einer von mehreren Tanzeinlagen der Kinder- und Jugendtanzgruppe des Trachtenvereins ging es in rascher Folge mit Gesangs- und Musikbeiträgen weiter. Ihr Können unter Beweis stellten außer dem Jubelchor das Duo Ingrid und Hermann Hupf, die Nickl Deandl`n, die Bergwoid-Musi, das Gesangsduo Franz und Peter Weinmann und die in Lalling bestens bekannte Musikgruppe „Ledawix“ aus dem Raum Wartenberg. Die ehemaligen Chorleiter verhielten Gelegenheit, eine kurze Rückschau auf das Geschehen in ihrer  Amtszeit zu halten. Der heutige Domkapitular Manfred Ertl leitete den Chor von der Gründung 1972 bis 1976. Sein Herz hänge immer noch an den Lallinger Sängern, stellte er fest. Der damalige Beginn war ein Wagnis. Viele Proben wurden gemacht, Höhen und Tiefen erlebt. Wichtig ist die Freude am Singen.

Für den wegen Krankheit verhinderten Helmut Wengler stellte der amtierende Chorleiter Gebhard Schöffmann fest, bei Wengler habe es sich um ein außergewöhnliches Sängertalent gehandelt. In seiner Amtszeit von 1976 bis 1980 nahm der Chor einen gehörigen Aufschwung. Der Wechsel in der Chorleitung erfolgte wegen der beruflichen Versetzung von Helmut Wengler.

Neuer Chorleiter wurde Erwin Hein. Er blieb es 36 Jahre lang. Hein teilte mit, er habe bei der Übernahme 1980 keine Erfahrung mit niederbayerischen Männerchören gemacht und deshalb einen Kurs belegt. 1986 wurde auch ein Frauenchor gegründet, der sich aber nach 23 Jahren auflöste. In seiner Amtszeit wurden etwa 1 300 Proben gemacht, 800 Veranstaltungen und 500 Gottesdienste mitgestaltet sowie 500 Lieder einstudiert. Die Chormitglieder haben immer bereitwillig mitgearbeitet, das Verhältnis mit den Sängern war gut. Darauf sei er auch stolz.

2016 standen die Mitglieder vor der Entscheidung – aufhören oder weitermachen. Ein professioneller Chorleiter ließ sich nicht finden. Auf Bitten der Sängerkollegen habe er die Chorleitung übernommen, teilte Gebhard Schöffmann mit. Damit sei klar, dass der Chor weitermache.

In einem Grußwort stellte Bürgermeister Josef Streicher fest, Singen ist ein Grundbedürfnis der Menschen, eine Gabe Gottes, wie bereits Martin Luther feststellte. Die Entwicklung der Lallinger Sänger ist eine Erfolgsgeschichte, der Hoagartn ein Genuss. In 45 Jahren hat der Chor nachhaltige Spuren hinterlassen. Er gratulierte zum Jubiläum und wünschte den Lallinger Sängern alles Gute für die Zukunft. Zum Abschluss des offiziellen Teils wurden vom Chorleiter die ehemaligen Sängerkollegen auf die Bühne gebeten. Ehemalige und Aktive sangen gemeinsam das Schlusslied „A ganze Weil hamma hoit gsunga“. Die ehemaligen Mitglieder erhielten jeweils eine Flasche Jubiläumswein.

Als Ehrengäste wurden begrüßt Schirmherr Manfred Ertl, Fahnenmutter Gabi Oswald, 3. Landrat Josef Färber und die Bürgermeister oder deren Vertreter aus der VG Adi Brunner, Volksmusikpfleger im Landkreis, Bernd Walter, Gauvorstand Trachtengau Niederbayern und Johann Schedlbauer, Gaumusikwart.

 

Text und Fotos: Schröck

 

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