Gemeinderatsitzung Lalling

Eine wichtige Grundsatzentscheidung zur Erweiterung des Kindergartens hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung getroffen. Bürgermeister Josef Streicher informierte die Räte über einen neuen Planentwurf für einen Anbau im Westen in Richtung Nußbaumweg. Der ist möglich, da der dafür notwendige Grunderwerb mit dem Eigentümer abgesprochen ist. Ein Anbau in westliche Richtung wäre laut Kostenschätzung zwar teuer als ein Anbau in östlicher Richtung. Der Gemeinderat war aber der Auffassung, bei der westlichen Variante werde der Kindergartenbetrieb während der Bauzeit weniger beeinträchtigt. Außerdem wird ausreichend Platz für den späteren Anbau einer weiteren Krippengruppe und die Nutzung der ursprünglichen Krippenräume für eine Regelgruppe geschaffen. Die Räte billigen den Entwurf und stimmten auch dem Grunderwerb zu. Da es sich um einen gemeinsamen Kindergarten handelt, ist vorab auch die Zustimmung der Nachbargemeinde Hunding notwendig.

Der Bebauungs- und Grünordnungsplan „Am Kirchholz“ hat noch keine Rechtskraft erlangt. Kürzlich wurde das Baugesetzbuch geändert. Die Änderung hat für die Gemeinde einen positiven Aspekt. Bei direkt an eine Ortschaft anschließenden Baugebieten von geringer Größe entfällt künftig die Bereitstellung von Ausgleichsflächen. Die Voraussetzungen treffen auf das geplante Baugebiet zu. Der Gemeinde bleiben damit Grunderwerbskosten erspart. Der Gemeinderat nahm die Neuerung mit Freude zur Kenntnis. Er beschloss, das aktuelle Bebauungsplanverfahren in ein Verfahren nach den neuen Regularien des Baugesetzbuches überzuleiten. Außerdem wurde der neue Entwurf des Bebauungs- und Grünordnungsplanes gebilligt. Der bietet gegenüber dem bisherigen Stand einige Neuerungen. Die von der Gemeinde gewünschte, durch Hundinger Gemeindegebiet führende Verbindung vom Baugebiet in östliche Richtung zur Kreisstraße DEG 23 (Ranzingerbergstraße) wird auf Wunsch der Nachbargemeinde in nördliche Richtung verschoben. Erst vor der Einmündung in die Ranzingerbergstraße wird die Straßentrasse aus topographischen Gründen wieder in südliche Richtung verzogen, damit ein Anschluss inetwa bei der Einmündung des heutigen Kirchenweges möglich wird. Damit entfällt auch ein Wendehammer im Baugebiet. Im neuen Entwurf ist zudem der vorgesehene Standort des Regenrückhaltebeckens auf Hundinger Gemeindegebiet kurz vor dem Lallinger Bach festgelegt. Der Entwurf geht nun in das amtliche Anhörungsverfahren.

Zugestimmt wurde den Bauanträgen von Andreas Ranzinger zum Bau eines Wohnhauses mit Garage in Lalling, von Markus Gotzler zur Errichtung eines Betriebsgebäudes und von Stellplätzen in Urding sowie von Jacek und Uschi Jarek zum Bau eines Einfamilienhauses mit Doppelgarage in Dösing, außerdem der Bauvoranfrage von Andreas Byers und Sandra Reichle zum Neubau einer Doppelgarage mit Abstellraum sowie für eine Aufschüttung in Lalling. Keine Einwände gab es auch gegen den Antrag von Ludwig Hüttinger auf Verlängerung eines Vorbescheides zum Bau eines Stallgebäudes in Woiding.

Bei der Zufahrt zum früheren Mun-Depot handelt es sich um eine Privatstraße. Der Eigentümer Rudolf Laschinger hat der Gemeinde mitgeteilt, dass auf dieser Straße Nachtrennen durchgeführt werden und es bereits zu Unfällen gekommen ist. Die Gemeinde wird nun die Aufstellung eines Verkehrszeichens „Durchfahrt verboten“ mit den Zusatzschildern „Zufahrt nur für Kunden der Firma Laschinger und Firma Wittenzellner“ sowie „Forstwirtschaftlicher Verkehr frei“ anordnen. Die Kosten für die Schilder hat Rudolf Laschinger zu übernehmen.

Der Gemeindechef informierte die Räte, dass aufgrund einer Nachfrage aus dem Gremium ein ph-Wertmessung für die Hochzone der Wasserversorgung durchgeführt wurde. Der Wert liegt deutlich unter dem zulässigen Wert.

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